Auch in diesem Jahr verzichten wir auf Geschenke für unsere Kunden und Partner sondern unterstützen stattdessen ein Projekt in Uganda. Nachdem wir 2011 eine reisende Bibliothek in Simbabwe ermöglichten, wollen wir dieses Mal - wieder in Zusammenarbeit mit dem Entwicklungshilfeclub - mithelfen, eine Grundschule in Kisegenyi zu renovieren.

In den ländlichen Gebieten Ugandas sind die Ausgangsbedingungen für Bildung sehr schlecht. Die besseren Schulen liegen viele Kilometer weit entfernt in den Großstädten. Die Eltern können sich die Ausbildungs- und Fahrtkosten für einen Schulbesuch ihrer Kinder in den Städten nicht leisten. Es gibt zwar Grundschulen in diesen ländlichen Gebieten, doch den Gebäuden fehlt es oft am Wichtigsten.
Die Eltern aus insgesamt 22 Dörfern setzen sich nun gemeinsam mit der Pfarrgemeinde St. Peter & Paul in Butunduuzi für die Errichtung und den Ausbau von Grundschulen in ihrer unmittelbaren Nähe ein. Der Beginn wurde mit der Instandsetzung der Grundschule in Rwaibaale gemacht, in der über hundert Schüler und Schülerinnen unterrichtet werden. Wir wollen dies nun in der Grundschule in Kisegenyi fortsetzen.

Fehlende Strukturen
„Unserer Schule fehlen Klassenzimmer und Möbel. Das Dach ist undicht und wir können deshalb nur einen einzigen Raum für den Unterricht verwenden. Die Umstände werden immer unerträglicher sowohl für die Kinder, die dicht gedrängt zusammen sitzen, als auch für uns zum Unterrichten“, schreibt der Lehrer des kleinen Dorfes Rwaibaale. Vor einigen Jahren wurde hier mit Hilfe der Pfarrgemeinde St. Peter & Paul eine einfache Grundschule mit vier Klassen eingerichtet. Insgesamt besuchen heute 14 bis 28 Kinder pro Klasse im Alter zwischen drei und fünfzehn Jahren die Schule.
Doch die Lernbedingungen sind schlecht. Wind und Regen haben die Wände aus Lehm, das Wellblechdach der Schule und die Türen im Laufe der Jahre zerstört. Es gibt momentan nur einen einzigen intakten Raum, in welchem zeitweise zwei oder sogar drei Klassen gleichzeitig unterrichtet werden müssen.

Grundsteine legen
„Heute brechen die meisten Kinder die Schule ab, weil die Ausbildungsstätten zu weit entfernt und zu teuer sind. Sie arbeiten dann wieder wie ihre Eltern in der Landwirtschaft. Doch die Böden sind bereits ausgelaugt und die Erträge werden immer geringer.In Zukunft sollen die Kinder daher die Möglichkeit haben, durch eine entsprechende Ausbildung auch andere Berufe zu ergreifen und so ihre Lebensbedingungen zu verbessern”, berichtet Father Francis Muhenda Adyeri, unser langjähriger Projektpartner.
Der Pfarrer hat sich des Problems angenommen und ein Projekt ins Leben gerufen, mit dem Schritt für Schritt die Grundschulen in derzeit 15 Dörfern renoviert, mit Zubauten versehen und dem unbedingt notwendigen Mobiliar ausgestattet werden sollen. Beginnen will Father Francis Muhenda Adyeri mit der Grundschule in Rwaibaale und so für die Kinder des Dorfes und der näheren Umgebung ein Umfeld schaffen, in dem effizientes Lernen möglich ist und auch Spaß macht.

Unsere gemeinsamen Bausteine
Durch die Instandsetzung des Schulgebäudes (wie etwa die Erneuerung des Wellblechdachs, der Fenster und Türen) sowie den Neubau von vier großen Klassenräumen soll die Situation in der Schule sowohl für die Kinder als auch das Lehrpersonal grundlegend verbessert werden. Die neuen Klassenräume werden groß genug sein, um endlich allen Schülerinnen und Schülern ausreichend Platz bieten zu können.
Die Wände der neuen Räume werden aus Lehm errichtet und anschließend mit Zement und Sand verputzt, damit sie vor Wind und Regen geschützt sind. Diese Bauvariante ist sehr langlebig und obendrein kostengünstig. Mit der Bereitstellung von Tischen und Bänken soll darüber hinaus eine angemessene Umgebung für ein effizientes Lernen geschaffen werden.