Die Echtzeitzukunft
Theorie |
Die große Veränderung vom Web zum Web 2.0 war der User Generated content (UGC), d.h., Die Inhalte kommen von den Benutzern und werden nicht mehr redaktionell bereit gestellt.
Das gleiche wird auch im 3D-Bereich passieren. Vordefinierte, dreidimensionale Darstellungen wie zum Beispiel Renderings, Videos mit Kamerafahrten etc., werden zunehmend Live-3D-Welten weichen. In diesen Welten kann sich der user oder dessen digitaler Avatar nicht nur frei bewegen, sondern diese Welt auch interaktiv gestalten. Die ersten breitentauglichen Gehversuche in diese Richtung können derzeit in Second life beobachtet werden. Das Produkt Second life ist ein leeres Gerüst, das mit den zur Verfügung stehenden Mitteln und Werkzeugen gefüllt werden möchte. Diese Werkzeuge sind noch wenig ausgereift und die Mittel beschränkt, allerdings wird uns die nahe Zukunft der Interaktionsmöglichkeiten in Staunen versetzten.
Die Vorboten sind wie so oft die Computerspiele. Seit einigen Jahren ist eine schleichende Transformation von vorgefertigter Spieldramaturgie hin zu sogenannten MMO (Massive Multiuser Online) Games zu beobachten, bei denen sich der Spielverlauf permanent dynamisch ändert.
Die Live-3D-Technologie eröffnet ungeahnte Möglichkeiten nicht nur im reinen Visualisierungsbereich; multifunktionale 3D-Konfiguratoren bis hin zu virtuelle 3D-Flagshipstores mit e-commerce-Anbindung könnten das Web3D.0 entrieren und in manchen Bereichen das Web 2.0 alt aussehen lassen.
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