Während der Expo Shanghai werden die Pavillons zur Bühne des jeweiligen Landes.
Bei der Expo 2010 gibt es erstmalig neben dem Expogelände in Shanghai auch ein virtuelles Gegenüber, auf dem die Teilnehmerländer mit einem Experiencing Pavillon jenen Interessierten einen Besuch ermöglicht, die nicht nach Shanghai kommen (können).
Wir wurden im Dezember 2009 vom Expo Office Austria mit der Realisierung des österreichischen Experiencing Pavillons beauftragt und haben diese tolle Möglichkeit genützt unsere Vorstellungen von Experiental Design, virtueller Architektur und spielerischer Wissensvermittlung umzusetzen.
Das Ergebnis gibt es hier.
Das Konzept in groben Zügen
Die räumliche Gestaltung und Inhalte des virtuellen Pavillons leiten sich vom physischen Pavillon ab, tappen aber nicht in die Falle des Hyperrealismus sondern nehmen auf die unterschiedlichen Arten von Navigation und Medienkonsum Rücksicht.
Die Reise beginnt mit einer kurzen Video-Einführung und einer Außenansicht der Gebäudehülle mit Hotspots für weitere Informationen zur Architektur, Materialien, etc. Hierfür haben wir das 3D Modell der Architekten in Maya für das Web optimiert und in Flash zu einem interaktiven 360° Panorama zusammengefügt.


Nach einer kurzern Begrüßung durch einen Videoavatar beginnt die Reise zu den Themenwelten Hochgebirge, Wald, Wasser und Stadt. Diese wurden als horizontal scrollbare und interaktive Panoramen mit einem Parallax-Effekt für eine bessere Immersion realisiert. Die Besucher gelangen wieder über Hotspots zu Detailinformationen via Text, Bild und Video.
Versteckte Artefakte bieten einen Blick hinter die Kulissen, die als Videoavatare realisierten Reisebegleiter Mozart und Sissi erklären Details über Österreich, die so nicht jeder kennt.
Mehr als 30 Kurzvideos wurden mit Schauspielern innerhalb von zwei Drehtagen in einer Greenbox aufgenommen (danke an dieser Stelle an das Videoteam von Outline Pictures), nachbearbeitet und in Flash integriert.

Eine mit dem inhaltlichen Konzept verwobene Schnitzeljagd und das damit einhergehende Interaktionsdesign halten die Aufmerksamkeit der user auf Trab und den Besuch kurzweilig.

Beispiel Restaurant Minigame (Wireframe und tatsächlice Umsetzung)
Der Experiencing Pavillon ist im Vergleich zum physikalischen Pavillon und dessen Architektur, Bespielung etc. ein Randthema, nicht zuletzt deshalb weil die "virtuellen Dinger" oft noch als Spielerei wahrgenommen werden.
Das wird sich allerdings über die nächsten Jahre ändern, sicher sogar. Wir werden uns deshalb weiterhin intensiv mit digitalen Erlebniswelten beschäftigen und freuen uns über Rückmeldungen zum Projekt!
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